So etwas wie schwarzes Henna gibt es nicht!

Echtes Henna färbt immer rotbraun!

Pflanzenhaarfarbe wird des öfteren als schwarzes Henna vermarktet, wenn es eine Mischung von Henna und Indigo enthält. Die Haare kann man auf diese Weise schwarz färben, allerdings färbt Indigo die Haut nicht.
Die Behauptung, in schwarzen Pasten für die Haut wäre Indigo der Farbstoff ist schlicht eine Lüge.

Narbe durch PPD Um eine Paste zu bekommen, die die Haut schwarz färbt, wird die chemische Haarfarbe PPD (Para-Phenyldiamin) hinzugefügt. Diese Chemikalie ist dafür bekannt, dass sie schwere allergische Reaktionen und Entzündungen verursachen kann.
Im schlimmsten Fall kann eine wochenlange Cortisonbehandlung nötig werden.

Auch wenn beim ersten Mal keine Reaktion auftritt, wird die Wahrscheinlichkeit mit jedem Kontakt höher. Ich benutze nicht gerne „Gruselbilder“, aber in diesem Fall ist es für die Verdeutlichung des Risikos nötig.

PPD verursacht jedoch nicht nur lokale Reaktionen, sondern reichert sich auch in den inneren Organen an und kann so zu schweren Langzeitschäden bis hin zu Nierenkrebs führen.

Die Verwendung von PPD auf der Haut ist in Deutschland, Europa und fast allen Ländern der westlichen Welt aus diesem Grund verboten. Dennoch enthalten eigentlich alle im Handel erhältlichen Fertigpasten PPD. Selbst diejenigen, die nicht schwarz, sondern eine andere Farbe erzielen, enthalten oft PPD als Farbverstärker.

Nicht nur „schwarzes Henna“ birgt Gefahren.
Echte Hennapaste ist ein schnell vergängliches Färbemittel. Deswegen werden den Fertigtuben, die aus Indien und Pakistan importiert werden, alle möglichen Chemikalien beigemischt, um auch nach Wochen im Regal noch eine Färbung der Haut zu erreichen. Diese Zusätze sind bestenfalls sinnlos, schlimmstenfalls gesundheitsschädlich.

Bei der Untersuchung verschiedener Instantpasten fand man unter anderem:

  • Toluol
  • Benzol
  • Ammoniak,
  • Kerosin,
  • Terpentin,
  • Azofarbstoffe,
  • nicht für die Anwendung auf der Haut bestimmte Farbstoffe und Konservierungsmittel.
  • Natriumpicramat (ein chemischer roter Farbstoff für die Haare, der bekannt dafür ist, Allergien auszulösen)

All diese Stoffe können zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen.

Nur frisch angerührtes, natürliches Henna, bei dem alle Zutaten in der Paste bekannt sind, ist sicheres Henna.

Das einfachste Merkmal ist die Farbentwicklung.

Erzielt die Paste laut Anbieter irgendeine andere Farbe als (rot-)braun, ist es kein Henna, sondern Chemiefarbe unbekannter Zusammensetzung.

Behauptet der Anbieter, man könne die Paste nach 5 Minuten bereits wieder entfernen, ist es kein Henna. Hennapaste benötigt Zeit, um die Farbe auf die Haut zu übertragen

Soll die Hennapaste länger als ein paar Tage haltbar sein (wie die fertig gemischten Importtuben), ist es kein Henna. In reiner Hennapaste zersetzt sich der Farbstoff nach wenigen Tagen.

Auch Aussehen und Geruch der Paste geben Hinweise darauf, ob es sich um gepanschtes Henna handeln könnte. Chemisch gepanschte Hennapaste sieht oft glänzend und gelartig aus, der Geruch ist häufig beißend und chemisch. Echte Hennapaste erinnert eher an dunklen Zuckerguß und riecht aromatisch bis medizinisch je nach verwendeten ätherischen Ölen.

Ein verantwortungsvoller Hennakünstler kann auf Nachfrage immer sagen, welche Bestandteile in seiner Paste enthalten sind, und tut dies auch bereitwillig, um etwaige Allergie-Risiken ausschließen zu können (z.B. Zitrusallergie wenn mit Zitronensaft angerührt wird). Im Zweifelsfall kann man den Hennakünstler bitten, auf einer eigenen Hand einen Testpunkt zu malen. Dieser sollte nach 5 Minuten orange(rot) sein. Alle anderen Farben sprechen dafür, dass die Paste gepanscht ist.

Achten Sie für ein ungetrübtes Hennaerlebnis darauf, nur sicheres Henna von vertrauenswürdigen Künstlern zu verwenden.